Freeride

Das Abenteuer „Freeride Contests“

Seit fast zwei Jahren spielte Sharon mit dem Gedanken an Freeride Contests teilzunehmen. Um euch zu erzählen wie es zu dieser, ja fast irrsinnigen Idee kam, müssen wir zwei Jahre zurückspulen.


Von Anfang an:

Im Dezember 2015 nahm Sharon an dem Shades of Winter Freeridecamp in Engelberg teil. Unter den Coaches war damals niemand geringeres als die Freeridequeen schlechthin, Matilda Rapaport. Schon nach dem ersten Run in den Schweizer Alpen fragte Matilda, ob Sharon bei Freeride Contests mitfährt. Geschmeichelt verneinte sie und darauf meinte Matilda, sie sieht großes Potenzial und sie solle es doch mal versuchen. Diese Worte ließen Sharon nicht los. Ständig sprach sie darüber, aber seien wir ehrlich…niemand nahm sie wirklich ernst 🙂 Sharon hat nämlich öfters crazy Ideen. Daraufhin wollte sie Nägel mit Köpfen machen und fragte kurzerhand beim Südtiroler Sportunternehmen „Sportler“ nach, ob sie Sharon nicht für dieses Abenteuer „Freeride Contests“ unterstützen möchten. Versteht das nicht falsch, es ging nicht (nur) um coole (und gratis) Klamotten und tolle Ausstattung, sondern es war ein weiterer Grund ihre Pläne in Realität umzusetzen. Die Antwort überraschte uns und vor allem Sharon, denn mit soviel Vertrauen hätten wir nicht gerechnet. So wurde Sharon offizielles Mitglied des Sportler-Teams. In diesem Sinne, vielen Dank für eure Unterstützung. Wie findet ihr die Bekleidung? Wir haben dafür eigentlich nur ein Wort: MEGA!

Nun wurde es also ernst!

Da alle 1* Contest genau in dem Zeitraum stattfinden, indem wir in Japan sind, blieb Sharon nichts anderes übrig als sich direkt für einen 2* Contest anzumelden. Mit mulmigen Gefühl meldete sie sich also für die Großglockner Freeride Open 2* an – und bekam abrupt eine Zusage. Here we go: Sharon goes Freeride World Qualifier.

Am letzten Wochenende war es dann endlich soweit, es ging nach Heiligenblut am Großglockner und natürlich nicht alleine. Magdalena war wie immer spontan und ist kurzerhand mitgefahren, um Sharon vor allem mental zu unterstützen haha.

Wir trafen uns also am Freitag Morgen in Heiligenblut (Magda fuhr von Salzburg weg, Sharon von Sterzing) und verbrachten einen wunderschönen Tag im Skigebiet Heiligenblut am Großglockner. Wir fanden super Bedingungen vor und diese Aussicht ist einfach unglaublich. Wir waren praktisch am Fuße des Großglockners.

Nach dem Mittagessen gingen wir das Face begutachten, mit Opas „Gugger“ natürlich. Einige Rider waren auch bereits vor Ort und so schnappten wir einige Begriffe wie „Riders left“ „Lookers right“ auf. Wir haben einfach mitgeredet ohne uns anmerken zu lassen, dass wir Rookies sind haha.

Wir waren uns bei Sharons Line relativ einig: es soll eine safe line werden mit einigen Sprüngen und mit Schwerpunkt schnelles und kontrolliertes Fahren.

Am Abend ging es dann zum Ridersmeeting. Hier bekam Sharon ihre Startnummer, die Acht, und noch einige Infos zum bevorstehenden Contest.

Am Samstag war also der große Tag. Während Magdalena sich noch ein wenig im Bett wälzte nahm Sharon um 7:30 Uhr die erste Bahn und dann ging es bei eisigen Temperaturen wieder zum Facecheck. Später brachte eine Schneekatze die ersten Rider zum Ausgangspunkt des Hikes. Nach einem ca. 45 minütigen Aufstieg erreichte Sharon den Start.

„Three, two, one drop in“

Überraschend ruhig schickte sie noch Sprachnotizen in unserer „Peaks and rosy cheeks“ Whatsapp-Gruppe und ihrer Mami: „Ich bin jetzt am Start, gleich geht’s los, mach dir keine Sorgen“ das waren plus minus ihre Worte. Und dann ging alles relativ schnell. „Three, two, one drop in“ es folgten einige schnelle Kurven, einige Jumps und nach gefühlten 30 Sekunden war sie im Ziel und da wartete schon Magdalena mit offenen Armen auf sie.

Mit einem riesigen Lachen im Gesicht und einem überraschenden 7. Platz beendeten wir dieses (für Sharon) große Abenteuer.

Und bleibt gespannt, es wird bestimmt nicht der letzte Freeride Contest gewesen sein 😉

Vielen Dank an alle die Sharon die Daumen gedrückt haben, danke Magdalena, dass du mit dabei warst und ein riesiges Danke an das gesamte „Sportler“-Team für die Unterstützung und das Vertrauen.

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