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10 Tipps – Wie wir unseren Skitrip nach Japan geplant haben

Konnichiwa! Jeder spricht immer von diesem ‚Japow‘, und sucht man auf Instagram nach Bildern von schneereichen Hokkaido, läuft einem das Wasser im Mund zusammen. 😋 Japan hat sich mittlerweile als Ski-Mekka herumgesprochen und somit lockt es heuer auch uns, eine Reise in das Land der aufgehenden Sonne zu unternehmen. In unserem Bericht findet ihr nützliche Infos für euren vielleicht bevorstehenden Japan Trip.


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1. REISEZEIT

Es hat nicht sonderlich viel Recherche benötigt um herauszufinden, dass Mitte Dezember bis Mitte Februar die beste Jahreszeit für unsere Reise ist, da es ja mittlerweile schon sehr viele Reiseberichte im Internet zu finden gibt. Man sollte sich zudem noch informieren wann genau Chinesisches Neujahr ist, da Hokkaido zu dieser Zeit eine sehr beliebte Skidestination ist.

2. FLUG

Vor lauter Vorfreude haben wir unseren Flug bereits im Juli gebucht. Wir konnten uns nicht entscheiden, ob wir nach Hokkaido oder Hakuba fahren und somit haben wir beschlossen uns einfach beide Gebiete anzusehen. Mit einem Gabelflug lassen sich die beiden Skigebiete super kombinieren. Vor allem beim Hinflug haben wir darauf geachtet, dass wir mind. 1,5 h Umstiegszeit haben, um zu vermeiden, dass wir ohne Gepäck in Japan ankommen. Falls ihr einen Airbag Rucksack mitnehmen wollt, unbedingt vorher die Airline kontaktieren (Datenblätter der Kartuschen mitsenden) und die Transportbestimmungen beachten. Meistens muss man ihn im Aufgabegepäck, mit herausgeschraubter Kartusche, sowie den Kartuschen-Datenblättern transportieren. Die reine Flugzeit ohne Umsteigen beträgt rund 17 Stunden.

  • Flug 1: München über Helsinki nach Nagoya und danach Weiterflug nach Sapporo
  • Flug 2: Sapporo nach Tokio
  • Flug 3: Tokio über London nach München

Preis: zwischen 600 – 800 EUR

3. UNTERKUNFT

Bei all unseren Reisen sind Booking.com, sowie AirBnB unsere Standard-Suchseiten, da wir aber feststellten, dass AirBnB auf Hokkaido, sowie Hakuba nicht mehr viele Angebote verfügbar hatte, haben wir ausschließlich auf Booking.com gebucht. Sehr praktisch bei Booking.com ist auch, dass man die meisten Unterkünfte innerhalb eines gewissen Zeitraums stornieren kann, somit konnten wir unsere Unterkünfte schon vorab reservieren, ohne uns festlegen zu müssen.

Schlussendlich konnten wir uns für die Red Door Lodge in Hakuba und die Freeride Lodge in Niseko entscheiden. Bezüglich der Lage der Unterkunft hatten wir keine besonderen Einschränkungen, da wir sowieso einen Van mieten werden um flexibel zu sein (chasing powder ;-P). Wir haben die Unterkünfte im Oktober/November gebucht und mussten feststellen, dass wir da schon etwas spät dran waren.

Preis: zwischen 50 – 75 EUR/Nacht

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4. TRANSPORT

Viele unserer Freunde waren bereits in Japan und haben uns empfohlen auf alle Fälle ein Auto zu mieten, denn man will ja nicht an einem Powder-Tag auf den nächsten Bus warten müssen, weil der erste schon überfüllt ist. Die Tatsache, dass in Japan auf der „falschen“ Seite gefahren wird, hat uns zwar kurz zum Nachdenken bewegt, aber schnell waren wir uns einig, dass wir das Abenteuer „Autofahren in Japan“ einfach wagen. Die Autos für Hakuba und Hokkaido haben wir auf ToCoo! gebucht, die Seite sieht auf den ersten Blick nicht sonderlich vertrauenswürdig aus, aber die Buchung hat auf alle Fälle mal einwandfrei geklappt, ob dann die Abholung etc. auch funktioniert, werden wir natürlich nach der Reise berichten.

Beim Mietauto ist es ganz wichtig, dass ihr einen Allrad nehmt und genügend Platz im Auto für Skigepäck vorhanden ist (Van & 4WD). Für die richtige Orientierung sollte das Auto auch unbedingt mit einem englischen Navi ausgestattet sein, dies kann man direkt bei der Buchung angeben. Um in Japan Auto fahren zu dürfen, muss man sich einen Internationalen Führerschein holen, den kriegt man ganz unkompliziert innerhalb von 10 min bei ÖAMTC und kostet ca. 22 EUR. In Japan darf man natürlich nicht vergessen, dass auch auf gewissen Autobahnen Maut zu bezahlen ist, hier gibt es aber Registrierungsboxen, welche man mit dem Auto mieten kann. Und damit man auch tatsächlich mit dem Auto voran kommt, braucht man natürlich auch noch Sprit, welcher in Japan, mit rund einem Euro, relativ günstig ist.

Preis: zwischen 500 – 800 EUR/Woche (ohne zusätzliche Versicherung, um diese kümmern wir uns vor Ort)

5. SKIGEBIETE

Wir haben uns für die nördliche Insel Hokkaido und das im japanischen Kernland liegende Hakuba entschieden. Auf Hokkaido fällt laut Langzeitbeobachtungen deutlich mehr Schnee, hier ist aber (vor allem in Niseko), das Gelände eher unschwierig und die klassischen „Treeruns“ locken hier die Freerider an. Auf Hakuba fällt etwas weniger Schnee, doch das ist relativ, dafür ist hier das Terrain anspruchsvoller.

Unsere Skipässe werden wir vor Ort auf Tagesbasis kaufen, um nicht an ein Skigebiet gebunden zu sein. Sowohl in Hakuba als auch in Niseko gibt es im Umkreis von ca. 30 min eine große Auswahl an Skigebieten, somit kann man täglich den Powder verfolgen.

In den Skigebieten gibt es strikte Regeln was das Fahren im Gelände angeht, so darf man das „Backcountry“ nur über die markierten „Gates“ betreten. Die Gates werden nur geöffnet, wenn die Pistenpatrouille die Lawinenlage ausreichend geprüft hat und das Gelände für sicher eingestuft wird. Bei Nichtbeachtung der Absperrung wird einem der Skipass entzogen.

Preis: zwischen 35 – 50 EUR/Tageskarte

6. GUIDES

Normalerweise buchen wir auf unseren Reisen in unbekannte Länder bzw. Skigebiete am ersten Tag ganz gerne einen Guide. So können wir uns einen Überblick über das Gebiet und die Möglichkeiten verschaffen. Die meisten Bergführer kennen die Gebiete wie ihre Westentasche und beantworten einem alle möglichen Fragen. Nach Gesprächen mit Freunden haben wir uns dazu entschieden auf Hokkaido keinen Guide zu nehmen, da das Terrain sehr einfach ist. In Hakuba jedoch werden wir uns für den ersten Tag auf alle Fälle um einen Guide kümmern, dies aber erst vor Ort fixieren.

7. SKIAUSRÜSTUNG

Wir haben uns dazu entschieden unsere eigene Skiausrüstung mitzunehmen, da wir somit wissen was uns beim Equipment erwartet. Es gibt natürlich auch hochwertige Verleihshops, diese können aber schnell ausgebucht und auch sehr teuer sein. Da wir bei unserem Flugtickets bereits ein 2. Gepäckstück inkludiert haben, werden wir dieses für unser gesamtes Ski-Equipment verwenden (#fingerscrossed dass alles Platz hat. Mit auf unsere Reise kommen unsere Freeride-Ski (Breite rund 110 mm), sowie unsere Tourenski (Breite rund 90 mm). Der Vorteil von Leihausrüstung ist natürlich, dass man seine Ski nicht von Europa bis nach Japan schleppen muss und wenn man mit öffentlichem Verkehr unterwegs ist, sollte man sich diese Option auf alle Fälle überlegen.

Preis: ab rund 35 EUR/Tag

8. APRÈS-SKI

Unseren perfekter Skitag: Essen, Powdern, Onsen, Essen, Schlafen und das ganze wiederholt sich immer und immer wieder. In Japan gibt es nichts besseres als nach einem langen Tag am Berg im Onsen zu entspannen. Onsen sind natürliche heiße Quellen mit Thermalwasser, perfekt für müde Skifahrerbeine. Mal eine andere Art von Après-Ski.

Preis: zwischen 5 – 10 EUR/Eintritt

9. TOKIO

Natürlich darf bei einer Japan Reise auch ein Tokio-Besuch nicht fehlen. Wir haben uns hier ein AirBnB gesucht und dabei darauf geachtet, dass die Verbindung mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln zum Flughafen mit relativ wenig Umsteigen unkompliziert ist.

In Tokio haben wir 1,5 Tage eingeplant, um einen Eindruck dieser Großstadt zu bekommen. Laut unserer Recherche werden wir uns auf alle Fälle den Stadtteil Shibuya ansehen, dieser ist einer der buntesten und belebtesten Stadtteile Tokio’s und uns ein Abendessen im berühmten Roboter Restaurant gönnen. Ansonsten haben wir noch nicht viel für Tokio geplant, da die Zeit eh sehr begrenzt ist, und werden die Stadt spontan erkunden.

10. SPRACHTIPPS

Natürlich sollte man in kein Land reisen ohne sich die wichtigsten Wörter und Phrasen der Landessprache angeeignet zu haben. Schon gar nicht wenn man nicht einmal die Schriftzeichen versteht und die Leute dort eher begrenzte Englischkenntnisse haben. Daher sind wir bereits brav am Lernen, da unser Trip schon in wenigen Wochen losgeht:

Wir sind schon mega gespannt was uns in Japan erwartet und hoffen, dass wir dem ein oder anderen hilfreiche Tipps für seinen nächsten Japan-Trip geben konnten!

Unsere gesamte Packliste für Japan folgt in Kürze – damit auch wirklich nichts wichtiges vergessen wird ✌>> stay tuned

Hier findet ihr noch weitere Beiträge zur Japan-Reise:

Packliste

Unser Japan-Erlebnis Teil 1: Hokkaido

Unser Japan-Erlebnis Teil 2: Hakuba und Tokio

5 Dinge die wir an Japan besonders vermissen

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