Freeride,  Reisen

Gute Kombi für ein langes Wochenende: Mädels, Freeriden & Gastein

Welche bergbegeisterte Frau kennt nicht das Gefühl mit männlichen Freunden am Berg unterwegs zu sein und mit Schritt halten zu wollen. So viel Spaß es mit den Herren der Schöpfung beim Wandern und Skifahren auch macht. Mädels unter sich können oft ganz anders Gas geben und zeigen was in ihnen steckt, sowie im „Girls only Camp“ von Shades of Winter. Lauter lustige Mädels, die so richtig motiviert zum Freeriden sind, treffen sich für ein Wochenende um voneinander zu Lernen und Erfahrungen auszutauschen. Ich war letzes Jahr beim Frühjahrscamp in Gastein dabei und möchte meine Erfahrung mit euch teilen. Nach diesem Wochenende gehört Gastein definitiv zu einem unserer Lieblingsgebiete.


Es ist Donnerstag Mittag, den Laptop schicke ich frühzeitig in den Feierabend und schon geht es mit einem voll bepackten Auto ab nach Gastein. Die Vorfreude ist riesig, der Wetterbericht sagt Kaiserwetter an und ich kann es kaum noch erwarten die Mädels kennen zu lernen.

Im Hotel angekommen, sitzt schon eine Mädelsrunde auf der Terrasse. Es war sofort klar, dass sind meine Skibuddies für die nächsten Tage. Wir sind ein kunterbunter Haufen aus Österreich, Deuschland, Griechenland, Schweden und England, aber eines verbindet uns alle: die Liebe zum Freeriden. Auch Sandra Lahnsteiner und Melanie Presslaber sind bereits in Gastein angekommen und wir freuen uns über ein Wiedersehen. Am Abend werden die Erwartungen und Interessen ausgetauscht und früh schlafen gegangen, damit bald Freitag ist.

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Zeitig in der Früh fahren wir hoch nach Sportgastein, um uns dort mit den drei glücklichen Männern zu treffen, welche die Ehre haben uns die kommenden Tage zu begleiten. Tom, der Gastein wie seine Westentasche kennt. Sam, der sein bestes gibt, damit jedes Mädel in unglaublichen Posen abgelichtet wird und Johannes, der uns bei jedem Schwung mit seiner Filmkamera bzw. Drohne folgt. Wir sind somit komplett, bevor wir uns aber in die Kugelrinne und co. stürzen, fahren wir uns erstmal auf der Skiroute ein. Der Schnee ist absolut perfekt, genau wie man sich Firn vorstellt und wir lernen Sandra’s Lieblingsabfahrten in Sportgastein kennen. Unsere Skier konnten wir dann am Nachmitag zu Intersport Fleiss in Bad Hofgastein bringen und sie wurden für uns perfekt präpariert.
Am Abend geht es zum Ripperlessen in die Hirschenhütte, vor allem für alle Nicht-Österreicherinnen ein absolutes Highlight.

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Am Samstag steht die Erkundung des Skigebietes Bad Hofgastein auf dem Programm. Da es am Ende des Camps eine Wildcard für die FWQ gibt, ist der Schwerpunkt des Vormittags: interessante „Lines“ der Mauskarspitze zu finden. Wir bekommen viele Tipps von Sandra und Mel wie man sich am besten auf einen Contest vorbereitet. Sobald jede ihre „perfekte Line“ gefunden hat, geht es auch schon mit dem Lift auf die Hohe Scharte. Von dort per kurzen Fußmarsch auf die Mauskarspitze.

Wie schon befürchtet, sieht eine Line von unten immer anders aus, als von oben und Verunsicherung machte sich bei mir breit. Aber hey, wenn ich mir einmal was in den Kopf setze, dann zieh ich das auch durch. Und es hat sich gelohnt, als ich unten am „Safespot“ abschwang, zog es mir ein riesen Lächeln auf. Allen ging es gleich, jede kommt mit einem Strahlen von Berg runter, das war echt schön anzusehen.

Da wir alle noch lange nicht genug hatten, von diesen herrlichen Bedingungen war unser nächstes Ziel die Abfahrt zur Leidalm. Wieder ging es zur Hohen Scharte und dann mussten wir eigentlich nur ein Stück rüber queren, denn hier befindet sich gleich neben der Piste ein wunderschönes Freeride Gelände, wo wir uns austoben konnten.

Zu Mittag kehrten wir in der Schlossalm ein, wo bereits Partystimmung angesagt war. In Gastein ist nämlich jedes Jahr der sogenannte „Almabtrieb“, an dem die Wintersaison würdig verabschiedet wird. Auch die ein oder andere von uns, ließ sich mit der Partystimmung anstecken. Leider konnten wir noch nicht ausgiebig feiern, da am Nachmittag noch Lawinenkunde am Programm stand. So mussten wir uns schweren Herzens von der Partymeute verabschieden.

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An einem ruhigen Plätzchen besprachen wir ausführlich das Thema Lawinen und Gefahren, die der Skisport mit sich bringt. Die klassische Kameradenrettung übten wir dann in 2er Gruppen. Obwohl ich diese schon öfter geübt und wiederholt habe, finde ich es immer wieder wichtig, mein Wissen aufzufrischen.

Samstagabend ließen wir dann im Ginger n‘ Gin ausklingen, wo wir mit köstlicher Fusion-Küche versorgt wurden. Wer gerne Gin trinkt, ist in der Bar auch sehr gut aufgehoben. Man bekommt dort sehr spezielle aber leckere Gin Variationen.

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Leider vergehen solche ereignisreichen Tage immer schneller vorbei als man sich wünscht, für uns war Sonntag der letzte Tag des Camps. Wiederum blieben wir in Bad Hofgastein und fuhren bis zur Hohen Scharte rauf. Dieses mal gingen wir aber nicht Richtung Mauskarspitze sondern Richtung Lungkogel bis wir eine Scharte erreichten. Schwindelfreiheit ist hier auf alle Fälle ein Vorteil. Wir genießen für ein paar Minuten das herrliche Wetter. Schon bald können wir aber nicht mehr still sitzen und wollen wieder unsere Ski auf den Füßen spüren. Von der Scharte fuhren wir in Richtung Angertal ab und vor allem im oberen Bereich hatten wir noch einmal richtig gute Bedingungen. Aber wie das eben so ist, kamen wir immer mehr auf Gras je weiter wir abfuhren. Das beirrte uns aber natürlich nicht und wir bemerkten schnell, dass auch auf Gras fahren Spaß machen kann.

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Im Tal angekommen, wurden wir dann leider in die Realität zurück geholt und ein fabelhaftes Wochenende ging hier zu Ende. Es wurden noch fleißig Fotos und Nummern ausgetauscht, damit man auch für zukünftige Skiabenteuer und Powderfahrten in Kontakt bleibt.

Und so geht es auch für mich mit einem weinenden und einem lachenden Auge zurück nach Salzburg. Für mich war es das zweite Camp von Shades of Winter und ich muss sagen, beide waren richtig tolle Erfahrungen. Ich finde es sehr schön, dass Sandra durch ihre Camps Mädels mit den gleichen Interessen zusammen bringt. Und somit vielen jungen Mädels Mut macht und deren Fähigkeiten und Selbstbewusstsein stärkt.

P.S. Da wir ja auch Schritt und Tritt von der Kamera verfolgt wurden gibt es hier das Video von Johannes

Shades of Winter CAMP Gastein 2017 from Sandra Lahnsteiner on Vimeo.

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