Bergtour

TEIL 1: An alle Adrenalin-Junkies – 3 Touren, die euch aus eurer Komfortzone locken

Kennt ihr das Gefühl wenn das Herz schneller schlägt und ihr ganz genau wisst jetzt könnt ihr euch keinen Fehltritt erlauben? Genau solche Touren sind uns die liebsten, um unsere Grenzen auszuloten, ständig sind wir auf der Suche nach Touren mit dem gewissem Extra, im ersten Teil findet ihr 3 Touren bei denen das Adrenalin so richtig schön durch den Körper schießt.
Für alle beschriebenen Touren ist Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sowie alpine Erfahrung Voraussetzung.


Überschreitung Taghaube (2.159 m)

Der Ausgangspunkt der Tour ist der Parkplatz der Erichhütte am Dientner Sattel. Zuerst schlängelt sich der Weg über schmale Forststraßen zur Erichhütte (anfangs gleicher Anstieg wie zum Grandlspitz Klettersteig – gut kombinierbar). Man kann die Überschreitung im Prinzip in beide Richtungen gehen. Wir sind immer den Markierungen bis auf die Taghaube gefolgt, im unteren Teil erfolgt der Aufstieg auf geröllhaltigen Wegen.

Im oberen Teil trifft man auf ein paar unschwierige, ausgesetzte Felsstufen, sowie eine kurze Leiter (A). Vom Gipfel der Taghaube steigt man nun wieder einige wenige Höhenmeter ab und erreicht somit die Schlüsselstelle dieser Tour. Ein schmaler, senkrechter Kamin (3-) – etwa 8-10 m – welchen man abklettern muss. Dieser ist mit Drahtseil versichert und am Ende auch mit Trittstiften, sobald man den Kamin abgestiegen ist überwindet man einen kurzen Quergang und steigt wieder über einen Kamin hinauf. Dort angekommen hab ich einmal kräftig durchgeschnauft, da dieser Teil der Tour doch einiges an Konzentration erforderte. Nun den nur teilweise markierten, aber gut ersichtlichen Pfad bis zur Taghaubenscharte folgen und über den Normalweg zum Parkplatz absteigen.

Höhenunsterschied: 850 hm
Strecke: 6,00 km

Torsäule (2.588 m)

© by Philipp Freund

© by Philipp Freund

Bei unserer Tourensuche gibt es ein wichtiges Kriterium: es muss ausgesetzt sein und ein bisschen zum Klettern. Bei solchen Touren geht uns einfach das Herz auf und so fanden wir zufällig die Tour auf die Torsäule, welche man beim Blick auf den Hochkönig sehr beeindruckend von der Autobahn aus sieht. Der Weg startet beim Arthurhaus und führt gemächlich zur Mitterfeldalm. Danach quert man die Schuttfelder der Mandelwände in das Ochsenkar Richtung Hochkönig.

Ab hier sieht man bereits die Torsäule und folgt den Weg weiter durch das wunderschöne Kar. Sobald man einen großen Felsblock mit der Aufschrift „Torsäule Normalweg“ sieht, verlässt man nach rechts den Weg und der Weg führt über ein schroffes Felsband (I-) um den Hauptfels. Man erreicht einen Grashang, nun steht man vor den spannenden Etappen der Bergtour. Eine Felsrinne (I+) führt zu einer ausgesetzten Rampe, danach ist Blockgelände in leichter Kletterei (I bis II-) zu überwinden, bevor man über die Gipfelrinne (I+) das Gipfelkreuz erreicht. Da Philipp, ein passionierter Fotograf und Sportler, uns begleitete, wurde gleich mal vorm Hochkönig und in alle möglichen Richtungen posiert. Die Aussicht dort oben ist der Wahnsinn und das Wetter war einfach sensationell.

Der Abstieg ist gleich wie der Anstieg, jedoch mit Vorsicht zu genießen.

Höhenunterschied: 1.050 hm
Strecke: 12 km

Raucheck über Hochtrhon-Leiter (2.431 m)

Eine Tour die schon sehr lange auf unserer Bergliste stand, da wir das Tennengebirge unglaublich faszinierend finde. Also haben wir uns an den 1.700 hm langen Aufstieg gewagt. Wir sind in der Wengerau um 06.00 früh gestartet und über die Ellmau-Alm zur Werfener Hütte gegangen. Wir genoßen die Einsamkeit, da auf der Werfener Hütter die ersten Bergsteiger verschlafen aus den Betten krochen.

Weiter ging es über die Hochthron-Leiter (für Ungeübte bzw. Nicht-Schwindelfreie bietet sich hier an ein Klettersteigset mitzunehmen), gleich nach der Leiter muss man noch einen kleinen Klettersteig, der gut versichert ist überwinden und schon befindet man sich im wunderschönen Throntal, das Große Fieberhorn zur linken und der beeindruckende Werfener Hochthron zur rechten. Nun beginnt ein richtiger Hatscher, zuerst hält man sich am Weg zur Edelweiß Hütte und dann zweigt man nach Westen ab. Man steigt in einen Sattel ab um danach über unschwierige Hänge auf den Gipfel des Rauchecks zu steigen. Hier hat man unglaubliche Rundumsicht und man kann sich schon neue Gipfel suchen.

Für den Abstieg entscheiden wir uns für den gleichen Weg, es gibt aber noch mehrere Möglichkeiten, zum Beispiel kann man über die Eisriesenwelten nach Werfen absteigen, oder auch die Hochthron-Leiter umgehen. Wir empfehlen euch unbedingt einen Helm mitzunehmen, da große Steinschlaggefahr herrscht.

Höhenunterschied: 1.700 hm
Strecke: 20 km

 

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