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Über 6000 Meter wird’s dünn, aber traumhaft schön!

Schön langsam färbt sich der Horizont orange-rosa und gibt sich nach 5h Dunkelheit zu erkennen. Man weiß, jetzt kann es bestimmt nicht mehr weit bis zum Gipfel sein *juhuu/hoffentlich* ;-P Seit 01:00 sind wird im Finstern unterwegs, über schwarze Gletscherspalten, und die Stadtlichter von La Paz leuchten im fernen Hintergrund. Die letzten Meter stapfen wir (schon relativ langsam) dem Ziel entgegen, und freuen uns mega, dass wir es wirklich geschafft haben.

Am Gipfel mit unserem Bergführer German

Vorbereitung/Tipps

Schon vor der Reise nach Südamerika habe ich vom 6088m hohen Berg Huayna Potosi gelesen (und auf YouTube etwas gestalked) und wusste gleich, der muss auf die diesjährige Reise To Do Liste. Eine technisch eher leichte Hochtour die es einem ermöglicht in schwindelnde Höhen über 6000m zu kommen.

Wichtig sind vor allem

  • eine gute Akklimatisation einige Tage vor der Tour. HIER gibt’s alle Infos.
  • ganz viel Flüssigkeit (v.a. viel Cocablätter-Tee in der Früh und zu Mittag; der gibt noch einmal den extra Push und soll gegen Höhenkrankheit helfen; gekaut haben wir die Dinger lieber nicht ;-P) und
  • eine gemütliche Aufstiegsgeschwindigkeit
  • tief und gleichmäßig atmen (“Sauerstoff ist Trumpf” 😎)
  • und nicht “überessen”, da der Körper und auch die Verdauung etwas gemütlicher sind als sonst.

Huayna Potosi ‚überschattet‘ das Tal

Die Tour

Von La Paz fährt man ca. 2h bis zum Ausgangspunkt der Tour. 3-Tages-Touren bleiben hier eine Nacht für das Hochtourentraining. Für uns geht es direkt zu Fuß, und mit unserem gesamten Equipment (keine Träger 💪😜), rauf bis zur High Lodge (Bergführerhütte), wo wir nach gutem Mittag- und Abendessen uns um 18:00 auf’s Ohr hauen um für den Gipfeltag ready zu sein.

00:00 Tagwache; nach etwas Coca-Tee und einem Marmeladebrot starten wir in’s Dunkle und sehen bereits ein paar weitere Gruppen vor/hinter uns. Mit gemütlichem Tempo geht es nun einige Stunden bergauf, wobei man mit der Zeit merkt wie die Höhe den Körper etwas bremst und ihn schneller atmen lässt als sonst. Gegen Schluss müssen wir immer wieder mal für eine kleine Verschnaufpause stehen bleiben, aber gottseidank geht es den anderen Gruppen nicht anders, welche wir am Weg zum Gipfel nach der Reihe überholen (waren etwas stolz um ehrlich zu sein, da wir die einzigen Mädels da oben waren 😜). Als wir kurz vor Sonnenaufgang dann endlich das Top erreichen sind wir mega happy und genießen die traumhafte Aussicht auf die umliegenden Berge in vollen Zügen.

Gefühlte 100 Fotos später treten wir den Rückweg an, und erfahren auch noch vom unserem Bergführer, dass ein paar Gruppen umdrehen mussten, da es sonst zu spät und somit auch zu gefährlich geworden wäre. Total erschöpft aber glücklich steigen wir (mit kurzem Mittags-Suppen-Stopp in der High Lodge) bis zum ersten Ausgangspunkt ab und fahren zurück in das ‚versmogte‘ aber irgendwie coole La Paz. Im Hostel wird erst mal geduscht und den Rest des Tages nur mehr gechillt. 😄🤙

FACTS

Berg: Huayna Potosi, 6088m

Start: in La Paz, Bolivien

Optionen: 2 Tage / 3 Tage (zusätzlicher Tag Akklimatisation und Hochtouren-Training)

Tag 1: 2h bis zur High Lodge

Tag 2: 5h mind. bis Gipfel

Kosten: 2 Tage Bergführer + Equipment + Verpflegung (auch vegetarisch) + Übernachtung = ca. 100-120€

Unser Bergführer: German Mountain Guide La Paz (über Facebook)

 

Sollte es jemanden in das weit entfernte Bolivien verschlagen, dann unbedingt diesen Berg auf die persönliche Liste setzen. 😉 Viel Spaß beim nächsten Abenteuer!

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